fazit
Kapitel 8  
WG WItzelstraße

Es gibt allerlei Gründe, warum das hier so lief, wie es gelaufen ist und die möchte ich Euch natürlich ebenfalls nicht verschweigen.

Grund 1

Der Allianz war der Zustand der Wohnung offensichtlich vollkommen egal, Hauptsache sie bekamen pünktlich die Miete für die Klitsche. Sie gaben die Wohnungsangelegenheit ab in die Hände eines Feldmarschalls, der auch auf Guantanamo Bay arbeiten könnte. Die Allianz kümmerte sich auch nicht darum, dass der werte Herr beim Wechsel der Vertragspartner anwesend gewesen wäre.

Grund 2

Die späteren Eigentümer waren vom Leben verbittert und knausrig ohne Ende, obwohl sie geschätzte 6000,- Euro monatlich an diesem Mietshaus verdienen dürften. Zudem nicht entgegenkommend bzw. verständnisvoll, dafür immer groß mit Ankündigungen etc. die auch rechtlich nicht gesichert waren.

Grund 3

Wir hätten sofort sagen sollen, dass wir vor Gericht ziehen.

Grund 4

Vor Gericht wäre wahrscheinlich der Fall eingetreten, dass der Richter uns angeraten hätte, den Streit außergerichtlich beizulegen, weil es sich lediglich um eine "Bagatellsumme" handelt. Nun ja, 1140,- Euro ist schon eine Stange Geld, wenn ich mir das recht bedenke.

Grund 5

Wir waren dumm genug, Leuten zu vertrauen, die sich stark kriminell verhalten und nie genug bekommen können!

Grund 6

Man darf kein Übergabeprotokoll unterschreiben, wenn man damit nicht einverstanden ist. Auch nicht, wenn der Hausmeister sich aufführt, wie ein kleiner Gnom, denn die haben rechtlich auch keine Ahnung. Deshalb ist es besser nur zu unterschreiben mit dem Zusatz "unter Vorbehalt". Dann ist das auch rechtlich handfest, falls es zu einem Streit kommen sollte, weil man nicht damit einverstanden war und es dokumentiert ist. Desweitere ist es gut, wenn man sich nicht einschüchtern lässt. Wie gesagt, die Damen und Herren haben auch keine Ahnung!


Ich kann aus dieser Geschichte nur eine Lehre ziehen und bei der nächsten Wohnung alles anders machen, denn ich bin mehr als geläutert. Nun ja, mal sehen was noch kommt. In jedem Falle finde ich es sehr interessant, dass unser Rechtsstaat eigentlich nur für große Summen quasi zuständig ist und dem kleinen Studenten hier wenig Handhabe lässt. Vielleicht wäre es auch clever gewesen, wenn man sich beim Mieterschutzbund hätte eintragen lassen, aber das kostet natürlich extra und die übernehmen dann im Falle eines wirklichen Rechtsstreits auch keine Kosten für irgendwas. Auch nicht das Gelbe vom Ei.

Das nächste Mal kauf ich mir eine Dauerkarte auf dem Campingplatz!

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