Kapitel 7   
WG WItzelstraße

Trauriger Ausgang dieser leidlichen Erfahrung:

Wohnungsabnahme

Die Wohnungsabnahme mit Oberhauptfeldwebel Schultze. Anders kann man den nicht benennen. Korinthenk.... ginge vielleicht noch.

Dirk hatte mit zwei Kollegen im Schlepptau alles versucht und dem General auch klar gemacht, dass er nicht Willens ist, das Übergabeprotokoll zu diesen Konditionen zu unterschreiben. Geschlagene zwei Stunden hat der Spass letztlich gedauert und es war ein einziges Fiasko. Nachdem General schließlich androhte, dass er die Schlüssel nicht herausgeben würde und wir dann den Leerstand hätten zahlen müssen, gab sich Dirk geschlagen. Zudem hatte Frau K. die ebenfalls dieser Gelegenheit beiwohnen durfte, für den nächsten Tag schon die Maler beauftragt. Es war entwaffnend. Zudem monierte Schultz seine eigenen Versäumnisse, die er in den Jahren bei zahlreichen Wohnungsübergaben, denen er fern geblieben war, liegen ließ und eigentlich hätten andere machen sollen. Um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen kam dann eine Aussage, für die ich ihn abgrundtief verachte, weil er der lebende Beweis für menschlichen Abgrund ist. Dirk monierte, dass wir eine Ausgleiszahlung haben möchten, weil wir schon in der Küche renoviert und auch die Zimmer gestrichen hatten. Darauf antwortete er, welcher uns überhaupt erst geraten hatte, die Tapeten in der Küche aufzuhängen, dass er nicht beurteilen könne, ob diese Tapeten frisch gemacht wurden! Um ehrlich zu sein, ich finde so etwas mehr als menschenverachtend, verarschend oder sonst was. Es gibt sogar Photos von den neuen Tapeten mit Datum und es kann nicht sein, dass drei Monate zuvor aufgehängte Tapeten nicht "frisch" sein sollten. Aber es war eben das Sahnehäubchen der ganzen Sache und Dirk hat schließelich unterschrieben. Leider ohne den Zusatz "unter Vorbehalt", denn so hätten wir noch gerichtlich was machen können. Papier ist zwar sehr geduldig, aber in diesem Fall liegen die Schlussfolgerungen ein wenig anders, aber das dann im nächsten Kapitel.

Es wird nachgetreten

Ich bin ehrlichgesagt nun ein wenig sprachlos: Die Vermieterinnen ließen uns jüngst : dieses Dokument : zukommen, wo sie uns mal eben so mitteilen, dass die Badewanne auf unsere Kosten ausgetauscht wurde. Wenn man eine Wohnung komplett saniert, dann schon richtig. Die Frage drängt sich nun allerdings auf: wie sah denn die liebe Badewanne aus? Nun, das ist eigentlich recht einfach zu beantworten: sie war top in Schuss, hatte lediglich einen nicht einmal fingernagelgroßen Kratzer auf dem Emaille, den man sicherlich hätte leicht richten lassen können, wenn man gewollt hätte. Man darf jetzt gespannt darauf warten, was nun passiert, denn wir sind nicht gewillt, die Rechnung zu begleichen. Und sollte es nun wirklich zum Prozess kommen, dann sehe ich auch rückwirkend nicht so schwarz. Also Anschnallen und durch!

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Und noch eine Information

Und da will noch einer sagen, dass diese Vermieter es nicht auf das Geld abgesehen haben: Wir haben jetzt erfahren, dass unsere aktuelle Nachmieterin eine Verzichtserklärung unterzeichnen musste, dass die einbehaltene Kaution von uns nicht zur Wohnungsrenovierung hergenommen werden darf! Das ist wirklich der Gipfel. Wir haben also nicht dazu beigetragen, dass eine saubere Wohnung übergeben wird, sondern unsere Kaution stellt quasi ein "Reingewinn" für die Vermieterinnen dar! Da muss ich mich dann schon fragen, ob diese Methoden nicht doch was mit Nepper, Schlepper, Bauernfänger zu tun haben.

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Kapitel 8