Kündigung
Kapitel 5   
WG Witzelstraße

Wir mussten also kündigen, weil ein Untervermieten nicht in Frage kam. Ohnehin wurde uns nahe gelegt, dass wir doch ausziehen sollten, weil die Vermieterin keine WGs mehr dulden wollten. Mein Mitbewohner hatte ebenfalls Auslandspläne und so wurde gekündigt.
Zuvor hab ich zusammen mit meinem Vater brav über die Weihnachtsfeiertage - wie uns von Kollege Baum und Schultze geraten wurde - in der Küche Tapeten aufgehangen. Er opferte also seine wertvolle Freizeit (vom Geld mal ganz zu schweigen), um uns küchen- und flurmäßig aus der Patsche zu helfen!

Das Spiel beginnt

Es wurde also offiziell angepfiffen. Nun machten wir endlich richtig Bekanntschaft mit der Debilität des Alters. Anders kann man es nicht ausdrücken und ich erspare Euch hier jeden einzelnen Besuch der Damen und Herren. Der Kurzweiligkeit halber ein paar Zitate, die ich Euch nicht vorenthalten will:

- Herr Dauerer, wir kennen uns ja schon (ich hatte die Frau bis dato noch nie gesehen...)
- Herr D. oder Herr W.?? (ich hab es aufgegeben später...)
- Die Standhaftigkeit von Frau K. (der Nachmieterin) kann ich nur bewundern. Jeder andere wäre mit wehenden Fahnen aus der Wohnung gestürzt!
- Sie wohnen in einer Bruchbude.

Zweimal haben wir uns bei den Treffen derart einschüchtern lassen, aber beim dritten Mal landeten wir endlich einen Punktsieg, nachdem wir uns anwaltlich schlau gemacht hatten und endlich fundierter widersprechen konnten! Da war der dicke Baum plötzlich nur noch ein Zweiglein und einsilbig und nur schnell raus! Wie wir uns gefreut haben...

Zu früh gefreut

Ein Anwaltsschreiben flatterte dann mal zu uns in den Kasten, welches wieder eine andere Gangart an den Tag legte mit den gleichen Anschuldigungen wie zuvor. Wir sollten für alles gerade stehen, was in der Wohnung nicht in Ordnung war. Dass lediglich die gesetztlichen Schönheitsreparaturen erforderlich seien, wurde hier flux übergangen. Dieses findet Ihr : hier :.

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Kapitel 6